Stimmen

. . . zu Dorsten unterm Hakenkreuz

Wenn Sie möchten, schreiben Sie mir Ihre Meinung zu dieser Online-Dokumentation, zu den Texten und Fotos. Schreiben Sie, was Sie über diese Zeit wissen und ob Sie jene Jahre noch selbst erlebten haben oder zu denen gehören, die nach dem Krieg geboren wurden. Sie geben damit auch Ihre Erlaubnis, Ihre Meinung in dieser Rubrik ganz oder auszugsweise zu veröffentlichen. Danke! Email-Adresse, wenn Sie etwas schreiben möchten: scriptoris@arcor.de

Tolle Seite: „Das ist eine ganz tolle Seite, vielen Dank für die vielen Artikel und Recherchen… bin durch Zufall darauf gestoßen… eine Todesanzeige meines Großonkels, Walter Brüggemann, hat mich zu Ihnen geführt… der erste Gefallene als Held… er ist auch ein Bruder des Ludwig Brüggemann, ehemaliger Rektor der Schule in Erle und auch Chronist…“
17. Dezember 2016
Doro Thee (über facebook)

Gut lesbare Dokumentation: „Dokumentatione Ganz selten eine solche gute, wissenschaftliche und dennoch gut lesbare und ansprechende Dokumentation über die NS-Zeit einer Stadt gesehen. Herzliche Gratulation, Herr Stegemann!“
Rosa Freud-Greenberg, West-Palm Beach
8. Mai 2016

Verdammt gut gelungen. Guten Tag Herr Stegemann! Zu Ihrem Internet-Auftritt herzlichen Glückwunsch, verdammt gut gelungen. Leider sind hier meine Aufbereitungsmöglichkeiten i. S. Nazi-Zeit mehr als begrenzt und läuft immer wieder auf Widerstände…
Axel Messing, 37154 Nordheim  15. April 2016

Aus Rheine: Beeindruckende Dokumentation!
Gebhard Anders, Rheine, 10. März 2016

Großartig. Solch eine Sammlung wünschte ich mir für Marl. Respekt für diese großartige Sammlung.
Victor Kuster, Marl, 8. März 2016

Kompliment! Sehr geehrter Herr Stegemann! Zunächst mein Kompliment für Ihr interessantes Projekt. – Ich bitte um Ihre Unterstützung bei der Klärung folgender Fragen: Mein Onkel Cornelis Maaskant wurde in Haarlem, Niederlande, im Januar 1945 verhaftet und kam nie zu seiner Frau und seinen Kindern zurück. Das Rote Kreuz bestätigte später, dass er bei einem Bombenangriff am 27. März in Rhade verletzt und von der Sanitätskompanie 486 in Lembeck versorgt wurde. Er starb am gleichen Tag um 12.30 Uhr. Sein Grab befindet sich auf dem katholischen Friedhof in Lembeck, Grab 63.
Seine Frau, Kinder, Brüder und Schwestern sind alle tot. Ich habe nie genau gewusst, was passiert ist in Rhade Cornelis Maaskant ist der älteste Bruder meines Vaters. Es ist zu spät, um seiner Frau und seinen Kindern zu erzählen, aber ich bin neugierig herauszufinden, was passiert ist und würde gerne mehr über die letzten Tage von Cornelis Maaskant in Rhade wissen. Ich denke, dass Cornelis zu „Schanzarbeiten“ am Westfalenwall gezwungen wurde. Laut Rotem Kreuz war er im „Lager Schule 21“ untergebracht. Ich habe nur eine konkrete Frage: War das „Lager Schule 21“ in oder in der Nähe von Rhade gelegen? Wenn ja, wo war es, gibt es die Schule noch oder irgendwelche Fotografien? Auch jede andere relevante Informationen werden sehr geschätzt. Ihre Antwort in Deutsch ist okay. Ich kann Deutsch lesen aber nicht schreiben.
Mit freundlichen Grüßen
M. A. Maaskant, 9. September 2013, (Übersetzung aus dem Englischen)

Zum Artikel „Kampfflugzeug war im sandigen Hervester Boden 45 Jahre lang der Sarg des 19-jährigen Piloten“:  „Ich bedanke mich für die sachlichen und realen Informationen . Viele junge Menschen mussten für eine menschenverachtende Weltanschauung sterben. Es macht mich betroffen.“
Reinhard Gramadtke

Ausgezeichnet. Sehr geehrter Herr Stegemann, durch den ganzseitigen Artikel heute in der RZ über Ihre Arbeit und den Tagebuchnachlass von Herrn Jakobs bin ich auf Ihre ausgezeichnete Homepage gestoßen. Diese werde ich in den kommenden Tagen gründlicher ansehen können…
Gerda E. H. Koch, Christlich-Jüdische Gesellschaft Recklinghausen, 28. Mai 2013

Meisterwerk. Sehr geehrter Herr Stegemann, mit Interesse habe ich Ihre Veröffentlichung „Dorsten unterm Hakenkreuz“ im Internet entdeckt. Mit Interesse deshalb, weil ich einiges über meinen Onkel Caspar Laukemper* erfahren konnte, wo er gewirkt hat und in welchem Umfeld er in Dorsten gelebt hat. Man hat ihn in der Verwandtschaft weitestgehend totgeschwiegen. Auch seine Kinder hatten nur eingeschränkten Kontakt zur Beckumer  Verwandtschaft. Von meinem Vater weiß ich, dass er im Gefangenenlager Sinj /Dalmatien nicht eines natürlichen Todes gestorben ist. Er soll qualvoll ermordet worden sein, wobei ihm u. a. die Zunge herausgeschnitten wurde. … Herzlichen Glückwunsch zu dem gelungenen Meisterwerk.                                                        Franz-Josef Laukemper, 59269 Beckum, 30. April 2013

* Laukemper war Lehrer und Nationalsozialist: Siehe  ein-katholischer-lehrer-und-gluhender-nationalsozialist-kaspar-laukemper/

Guter Artikel. Sehr geehrter Herr Stegemann, ich bedanke mich herzlich über den guten Artikel über meinen Vater Alfons van Bevern. Ihre Monika Hamelmann  geb. van Bevern, 25. März 2013

Sehr informativ. Zum Artikel: „Dorstener karrten Siegmund Reifeisen in der Schubkarre durch die Stadt und verhöhnten ihn – Ostjuden wurden Anfang 1938 als unerwünschte Ausländer abgeschoben“: „Meine Hochachtung für diese sehr, sehr gut inhaltlich und auch darstellend gemachte Seite. Sehr Informativ!“
A. Winkler (über Kommentare), Februar 2013

Toll aufbereitet. Ich bin übrigens jetzt über eine wirklich tolle Internetseite gestolpert, welche diese Zeit für eine konkrete Stadt mit einer großen Zahl von Augenzeugenberichten vor Augen führt. „Dorsten-unterm-Hakenkreuz“. Toll aufbereitet, finde ich – und für mich besonders spannend, weil ich jetzt eben da wohne…
Frank P.  in Internetblog Geschichtsforum, Februar 2013

Gutes Leitmotiv. Ihre Seite finde ich sehr interessant, das Leitmotiv: Geschichte und Lebensgeschichten zu untersuchen, ist ein guter Weg. Heute wird zu oft mit Schablonen gearbeitet, konkrete Historiographie ist deswegen immer wichtig, oft öffnet sie die Augen für Unbemerktes.
Dr. Malte Herwig, Hamburg, 2. November 2012

***

Beispielhafte Aufarbeitung:

Unter dem Titel „Online statt verschweigen. Buchprojekt über die NS-Geschichte der westfälischen Stadt wird im Internet fortgeführt“ schrieb Elke Wittich am 5. Juli 2012 in der Zeitung „Jüdische Allgemeine“ u. a.:

„Wie wichtig ihre Arbeit auch nach Jahrzehnten noch sein würde, konnten die Mitglieder der Forschungsgruppe, die in den 80er-Jahren die Buchreihe Dorsten unterm Hakenkreuz herausbrachte, vermutlich nicht ahnen. Die Bände, die damals als beispielhafte Aufarbeitung und Dokumentation von Lokalgeschichte der Nazizeit galten, sind mittlerweile längst vergriffen und nur noch in Antiquariaten oder Bibliotheken erhältlich. […] Selbstverständlich sind die Bücher auch für den Geschichtsunterricht an Schulen interessant. Stegemann entschloss sich daher, die zum Teil aktualisierten Buchtexte auf einer Internetseite zu veröffentlichen. Dort kann nun jeder frei auf die gesammelten Informationen zugreifen. 20 Autoren haben an dem Projekt mitgewirkt, darunter auch höchst prominente Namen wie der Historiker Hans Mommsen und Heribert Prantl von der Süddeutschen Zeitung. […]
Auch die Familie Rosenbaum überlebte. Ernst und Max, Söhne des 1933 verstorbenen Viehhändlers Moses, sowie ihre Mutter Frieda erinnerten sich später, dass es oft Warnungen von Bauern gab, die sich trotz Bedrohung durch die Nazis nicht davon abhalten ließen, weiter bei ihnen einzukaufen. Man möge doch wegziehen, »das ist doch kein Leben für euch«, habe es geheißen – illegal siedelte man schließlich in die Niederlande über. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht mussten die Rosenbaums sich mit Hilfe von Untergrundkämpfern bis zur Befreiung verstecken.
Stegemann interviewte die Familie später. Ein Bild neben seinem Artikel zeigt, wie notwendig seine Aufklärungsarbeit auch weiterhin ist: Der Grabstein von Moses Rosenbaums Vater auf dem Dorstener jüdischen Friedhof wurde 2007 mit einem Hakenkreuz beschmiert.“

***

Gut. Dorsten unterm Hakenkreuz – eine wirklich gute Seite. Weiterhin viel Erfolg!
Alfred Vadder, Marl, 19. Juni 2012

Ein Vorbild. Ihre populär zugänglichen und inhaltsreichen Dorsten-Forschungen zum Dritten Reich sind wirklich ein Vorbild. Das sollte man für alle Städte machen – wäre ein Internet-Projekt von großem Wert.
Dr. Günter Kowa, Journalist, Berlin, 4. Juni 2012

Sehr gelungen. Ich finde „Dorsten unterm Hakenkreuz“ sehr  gelungen. Es ist schade, dass es bei uns nichts Vergleichbares gibt. Alle wichtigen Punkte jener Zeit sind enthalten. Da überall der lokale Bezug gegeben ist, erfährt man ja wirklich „mehr“ als in sonstiges Veröffentlichungen. Das finde ich gut. Außerdem kommt man gut mit dem Inhaltsverzeichnis, den Kurzübersichten und Schlagwörtern zurecht. Herzlichen Glückwunsch zur gelungenen Präsentation!
Cornelia Schindler, Lauf a. d. Pegnitz, 3. Juni 2012

Viele Leser. Schalom – SEHR interessant – ich habe nur ein paar angeschaut, natürlich ist es nicht hauptsächlich mein Gebiet, aber man sieht, wie viel Arbeit darin steckt und wie wichtig das alles ist. Ich hoffe es wird überall gesehen werden – und auch eine Reaktion in die Presse erhalten. Schalom.
Rabbiner Dr. Walter Rothschild, Berlin, 1. Juni 2012

Eine verdienstvolle Arbeit!
Franz-Josef Kuhn, Essen, 1. Juni 2012

Strukturen. »Hallo Herr Stegemann, Namen sind Nachrichten. ich finde es sehr gut, dass in den Artikeln über die NS-Zeit in Dorsten die Namen der Betroffenen – ob Täter, jubelnde Mitläufer oder Opfer – genannt sind. Denn nur so kann der Leser die Strukturen erkennen und verfolgen, wie aus einer “schwarzen” Kleinstadt 1933 eine “braune” und 1945 wieder ein “schwarze” wurde – und das oft mit denselben Leuten.«
Christine Lenicker, Aschaffenburg, 12. Mai 2012 (über Email)

Mehr Verbreitung. »Dass es diese Internet-Informationen über Dorsten unterm Hakenkreuz gibt, müsste mehr bekannt gemacht werden. Ich bin zufällig auf diese interessante und notwendige Seite gestoßen. In den Tageszeitungen habe ich über Ihre Homepage noch nichts gelesen, wohl aber Informationen darüber, wenn irgendein Verein oder eine Nachbarschaft eine eigene Homepage gemacht hat. «
H. Becker, 3. Mai 2012

Vielfalt. »Ich bin erstaunt über die Vielfalt der aufgearbeiteten Theman. Es ist längst überfällig gewesen, dieser vergriffene Forschungsarbeit wieder den Dorstener Bürgern und den Schülern wieder zugänglich zu machen. Meine Hochachtung, dass dies gesehen ist.«
Dr. Gert Brilling, derzeit Hamburg, früher Dorsten

Unbelehrbar

Er sieht sehr wohl,
was auf Erden geschieht.
Wie er, der Mensch,
… durch die Zeiten flieht;
er fügt sich selbst herbei viel Not,
zieht lange Schatten -
am Ende steht: Tod.

Doch ist es so auf Erden:
was ausgesät,
muss geerntet werden,
ob gute Saat, ob böse Saat.

Und würde der Mensch endlich weise,
verschwände die böse Saat,
still und leise.

Annerose Scheidig, Dorsten-Wulfen, April 2012

Verdienstvoll: »Ich bin tief betroffen von den Ereignissen, die sich damals in Dorsten ereignet haben und in denen unsere Eltern und Großeltern verwickelt waren. Es ist gut, dass es Ihnen und Ihren Mitstreitern gelungen ist, das Schweigen zu durchbrechen. Auch ist es verdienstvoll, dass Sie die Geschichten in den vergriffenen Büchern auf diesem Wege einem breiten Publikum wieder zugänglich machen.«
Ute Mahler, April 2012

Unterricht: »Die Texte kommen gerade richtig zur Unterrichtsgestaltung. Danke!«
Edeltraud Hinrich, April 2012

***

Vae victis! »Unglaublich geradezu ist das Wahnsinnsdokument zum Messias II und der Zusatz von Adolf Hitler, was aus gutem Grund nur einem kleinen Kreis bekannt war. Vae victis!«
Bischöfliches Generalvikariat Münster

Differenziertes Bild jener Zeit gelungen: »Eine vorbildliche Reihe zur NS-Zeit hat die Dorste­ner Forschungsgruppe herausgebracht. In fünf Bän­den wurde die Geschichte Dorstens in den Jahren 1918 bis 1950 aufgearbeitet. Wenn Geschichte nicht nur elitäre Spielwiese einiger Wissenschaftler, son­dern auch lebendiger Bestandteil des Bewusstseins der Bevölkerung sein soll, dann muss sie so vermittelt werden, wie es hier geschehen ist. Alle Heimat- und Geschichtsvereine, die ähnliche Projekte planen, sollten sich über die Reihe Dorsten unterm Hakenkreuz informieren! Die Bücher sind auch für Nicht-Dorstener spannende Lesebücher. In der Mischung von darstellenden Texten, Berichten, Faksimiles, Fotos und Zeitungsausschnitten vermit­teln die Bände ein lebendiges, aber auch kritisch aufgearbeitetes Bild der NS-Zeit. Die immer wieder hergestellten Bezüge zur Jetztzeit wie Berichte jüdi­scher Bürger heute, Hinweise auf so genannte Wie­dergutmachung oder der Bericht über nazistische Fußballfans geben Antwort auf die oftmals gestellte Frage: Was soll das heute noch? – Die Forschungsgruppe hat zweifellos auch Anfein­dungen erfahren, was sie selber berichtet. Wer schon einmal versucht hat, die jüngste Geschichte einer Kleinstadt aufzuarbeiten, weiß, auf welche Wand des Wegschweigens man gemeinhin stößt. Umso höher ist dieses fünfbändige Werk zu wer­ten, in dem den zahlreichen Mitarbeitern ein diffe­renziertes Bild jener Zeit gelungen ist. Was Dorsten unterm Hakenkreuz von fachwissen­schaftlichen Publikationen unterscheidet, ist die Betroffenheit – die spürbare Betroffenheit der Ver­fasser und jene, die beim Lesen entsteht. Und die ist bei dem Thema erforderlich.«
Gisela Schwarze in »Mitteilungsblatt Westf.  Heimatbund« Münster, Nr. 7/8-1987

Unsympathisch: »Ich vermisse einen Hinweis auf die dama­lige allgemeine Einstellung, die mein Vater so umschrieb: ,Die Juden waren verhasst, weil sie gerissene Geschäftsleute waren’. Ich sehe die eigentlichen Ursachen der Unmenschlichkeit gegenüber den Juden darin, dass in jedem Menschen ein erhebli­cher Teil Unvernunft steckt. Deshalb wird sich – das beweist auch die Geschichte – nie etwas ändern. Nur das Gebiet, auf dem sich menschliche Unvernunft austobt, ändert sich …«                            Georg B., Dorsten -Wulfen

Modellhaft: »Diese interessante, modellhafte Publika­tion ist vom lokalgeschichtlichen Ansatz her zweifellos sehr geeignet, Betroffenheit in der Auseinandersetzung mit dem National­sozialismus auszulösen.«
Ulrike Puvogel, Bundeszentrale für politische Bildung

Mahnung: »Die Herausgabe der Dokumentation, die zugleich Nachschlagewerk, Geschichts- und Lesebuch ist und nicht zuletzt für die Jugend als Mahnung für Toleranz und mehr Mensch­lichkeit geschrieben wurde, an der es damals fehlte, ist kein kommerzielles Unterneh­men. Nur durch Geldspenden konnte das finanzielle Risiko in Grenzen gehalten wer­den…«
Kirche und Leben, Münster

 

 

 

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.