Mit Schalmeien-Klängen und Steinwürfen gegen Arbeitslosigkeit. Holsterhausen und Hervest-Dorsten waren Hochburgen der Kommunisten

Arbeiter-Tambourkorps von "Rot Front" in Holsterhausen 1932

Von Wolf Stegemann

Wann in Dorsten die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) gegründet wurde, liegt im Dunkel der Geschichte. Doku­mente wurden 1933, als die KPD von den Nationalsozialisten verboten wurde, von den Behörden beschlagnahmt und vernichtet. Die verfolgten Mitglieder verbrannten schließlich selbst ihre Karteien, um sich und andere Genossen zu schützen. Diese Umstände lassen heute nur einen mo­saikhaften Rückblick zu.

Bekannt ist, dass die Ortsgruppe der KPD in den Jahren 1922/23 gegründet wurde. Be­reits 1919 fanden aber die ersten kommunisti­schen Stammtisch- und Stubenversammlun­gen sowie Treffen unter freiem Himmel statt. Doch zur Gründung einer eigenen Orts­gruppe trauten sich die Arbeiter in den Machtzentren des Zentrums noch nicht. Vielmehr vereinigten sich Kommunisten bei Wahlen (technische Listenverbindung) mit der bereits bestehenden Unabhängigen So­zialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD). Erst als die Unterbezirksleitung der KPD in Recklinghausen den Dorstenern durch straffe regionale und ideologische Führung Schützenhilfe geben konnte, wag­ten die Dorstener Kommunisten die Parteigründung.

Der Hellweg hieß »Klein-Moskau«

Erster langjähriger Vorsitzender war Georg Meise. Nach dessen Tod über­nahm (noch vor 1933) Hans de Beyer die Führung der Ortsgruppe, die damals noch über kein festes Parteibüro verfügte. Die Ge­nossen trafen sich in Gaststätten, im Som­mer auf dem Friedensplatz in Holsterhausen oder auf dem Brunnenplatz in Hervest-Dor­sten, wo sie über Politik diskutierten, Flug­blätter und ihre Zeitung »Westfälischer Kämpfer« verteilten. Später richteten die Hervest-Dorstener Kommunisten auf der Halterner Straße und die Holsterhausener auf der Borkener Straße Parteilokale ein. In den Bergarbeitersiedlungen fanden die Kommunisten, die sich hauptsächlich pro­pagandistisch um Erwerbslose kümmerten, wegen der schlechten Wirtschaftslage, der großen Arbeitslosigkeit und der dürftigen so­zialen Absicherung großen Zuspruch und Mitglieder-Zulauf. Der Hellweg in Hervest-Dorsten hieß beispielsweise bald »Klein-Moskau«.

Erfolge der Kommunisten in Holsterhausen und Hervest

Bei Wahlen vereinigten die Genossen in Hervest-Dorsten und Holster­hausen immer mehr Stimmen auf sich. Wähl­ten bei den Reichstagswahlen 1920 in der Altstadt nur 0,2 Prozent die KPD, waren es in Hervest 1,3 und in Holsterhausen schon 4,3 Prozent. Zehn Jahre später, bei den so ge­nannten »Katastrophenwahlen«, die das Ende der Weimarer Republik einleiteten, wählten in der Altstadt 10 Prozent der Bür­ger kommunistisch (NSDAP 11,7), in Her­vest 40,4 (NSDAP 6,3) und in Holsterhausen 24,3 Prozent (NSDAP 9).

KPD-Plakat von 1932

172 Altstadt-Dorstener stimmten bei der Kommunalwahl vom 17. November 1929 für die KPD, in Hervest waren es 331 (1 Sitz im Gemeinderat) und in Holsterhausen kreuz­ten 397 die KPD an (3 Sitze). Mit dem An­stieg der Weltwirtschaftskrise 1929 – es gab sechs Millionen Arbeitslose – brachten es die Kommunisten auf 100 Reichstagsabgeord­nete.

Aber nicht nur bei den Parlamentswahlen hatten die Kommunisten, die ebenso wie die Nationalsozialisten Propaganda-Umzüge mit einer Schalmeien-Kapelle durch die Stra­ßen von Hervest und Holsterhausen unter­nahmen und zu politischen Versammlungen einluden, die nicht selten in Schlägereien ausarteten, stete Erfolge aufzuweisen. Sie stellten auch in den Zechen Fürst Leopold/Baldur Betriebsräte. Nach dem katholischen Zentrum, das auch in den Bergarbeiter-Ge­meinden die Mehrheit behielt, war die KPD über Jahre hinweg die stärkste Partei in Dor­sten. Erst durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten im Reich wurde der Wäh­ler- und Mitgliederzulauf gestoppt. Unter er­schwerten Bedingungen aufgrund des begin­nenden wilden Terrors der bereits mit Machtfülle ausgestatteten NSDAP erreichten die Kommunisten bei den Reichstagswahlen am 5. März 1933 in der Altstadt immer noch 469 Stimmen, in Holsterhausen 931 und in Her­vest sogar 1.024.

Budzus und andere Genossen in Schutzhaft genommen

Bei der Stadtverordnetenwahl vom 12. März 1933 kandidierten für die KPD: Hans de Beyer, Bernhard Borzan, Georg Glomsda, Karl Schmitz, Max Dallmer, Fritz Dressler, Käthe Vogel, Johann Bomm, Fritz Möhring, Hans Petermann, Josef Barduhn, Ernst Brodhage, Fritz Büllings und Julius Backes. Das Wahlergebnis war im Verhältnis zur Wahl vom 5. März fast halbiert: In der Alt­stadt bekamen die Genossen 226 Stimmen, in Hervest 587 und in Holsterhausen nur noch 574. Gewählt wurden in Dorsten Hans de Beyer, in Hervest Ossa und Dirks, in Hol­sterhausen Kumetat, Schröter und Budzus. Der gewählte Stadtverordnete und die Ge­meinderäte konnten ihre Mandate per An­ordnung der Regierung nicht wahrnehmen. Budzus und andere waren zudem bereits in Schutzhaft genommen.

Die Erfolge der KPD Jahre zuvor, ihr mili­tanter »Rot-Frontkämpferbund« und die vie­len verschiedenen Organisationen machten den Behörden der sterbenden Weimarer Re­publik schwer zu schaffen. Die Regierungs­stellen in Münster und Recklinghausen hat­ten aus berechtigter Angst vor einem Um­sturzversuch von links wie von rechts ein fei­nes und geheimes, doch letztlich unwirksa­mes Überwachungssystem angeordnet. Die Landeskriminalpolizeidienststelle in Recklinghausen beschattete beispielsweise im Januar 1932 den sowjetrussischen Schriftsteller Alexander Tarassow-Rodinow, der sich im Deutschen Reich auf Vortrags­reise befand. Dorstens Bürgermeister wurde am 21. Januar 1932 durch den Recklinghäu­ser Polizeipräsidenten angewiesen, auf den Sowjetrussen zu achten, da er kommunisti­sche Werbevorträge halte und Agitprop-Ma­terial verteile. »Er missbraucht somit die ihm erteilte Einreisegenehmigung zu staatsfeind­lichen Handlungen«, schreibt der Polizeiprä­sident.

Dorstener Volkzeitung, im März 1933

Zwei anstatt fünf Mark Erwerbslosenhilfe

Im Februar 1932 gab es im Dorstener Ar­beitsamt am Klapheck’schen Holzplatz Un­ruhen, weil infolge von Geldknappheit die Wohlfahrtsunterstützung für Erwerbslose nur zu einem kleinen Teil ausgezahlt werden konnte. Gleichzeitig überprüften Polizeibeamte die missmutigen und murrenden Er­werbslosen. Es kam zu Unruhen und Störun­gen. »Kommunisten«, so die Dorstener Volkszeitung, »wiegelten die Erwerbslosen auf«. Die mit nur zwei anstatt mit fünf Mark abge­speisten Arbeitslosen zogen dann über die Halterner Straße nach Hervest-Dorsten, um auf dem Brunnenplatz zu demonstrieren. So­fort zusammengezogene Polizei hielt die etwa 500 Demonstranten in Schach, die Steine gegen die Ordnungsmacht warfen. Die Landjäger griffen zu ihren Waffen. Der Zeitungschronist hielt fest: »Als der Ruf er­scholl: Straße frei, sonst wird geschossen! flüchtete die Menge in die Häuser.« Eine für den Nachmittag dieses Tages angekündigte Demonstration wurde von der Polizei ver­hindert.

Gegen Ende 1932 kommunistische Unruhen erwartet

In der Essener Lindenallee 63 saß das Bezirkskomitee der 16 Betriebsgruppen um­fassenden Revolutionären Gewerkschafts-Opposition (RGO). Von dieser kommunisti­schen Gewerkschaft gab es auch in Dorsten eine 16 Mann starke Ortsgruppe. Vor allem auf der Schachtanlage und in der Eisengieße­rei betätigten sich Arbeiter in dieser Gewerk­schaft. 1. Vorsitzender war Josef Pieck, 2. Vorsitzender Paul Vogel. Hauptkassierer der Dorstener RGO war Gustav Labendz. Aus Angst vor Hausdurchsuchungen und Verbot versteckten die Komitee-Mitglieder ihre Mitgliederkartei außerhalb von Wohnun­gen.

Gegen Ende 1932 erwarteten die Sicherheits­behörden zentral gesteuerte Unruhen der KPD und Streiks der RGO sowie anderer kommunistischer Organisationen. Deshalb fragte am 25. Oktober 1932 der Recklinghäu­ser Polizeipräsident bei Bürgermeister Lürken an, wie viele Mitglieder die KPD in Dor­sten habe und wer welche Funktionen be­kleide. Aus dem als geheim deklarierten Antwortschreiben geht hervor, dass Hans de Beyer der politische Leiter der KPD-Orts­gruppe war, August Möhring deren Organi­sationsleiter und Emil Brodhage als Agit­prop-Leiter fungierte; als Literatur-Obmann wird Josef Pieck, als Kassenwart Albrecht Schmidt und als Presse-Obmann Max Hotler genannt. Dem »Internationalen Bund«, ei­ner Unterabteilung der Ortsgruppe, stand Bernhard Borzan vor. Als Mitgliederzahl sind 50 bis 60 angegeben. Bereits am 19. März 1932 arbeitete Bürgermeister Lürken (als Ortspolizeibehörde) zusammen mit Oberpostmeister Hüntler einen »Unruhe­schutzplan für das Postamt Dorsten« (Süd­wall 29) aus. Bei Unruhen und Streiks sollten zwei Polizisten das Postamt und die Telegraphenstation schützen. Eine »ständig in Be­trieb befindliche Fernsprechvermittlung« zwischen Postamt und Bürgermeisteramt so­wie der Privatwohnung von Lürken sollte bei Gefahr die beiden Polizisten innerhalb von 2-3 Minuten herbeirufen.

Wahlschein 1932

Stadtverwaltung sollte 1932 die Kommunisten bespitzeln

Am 9. Dezember 1932 sah die Recklinghäu­ser Kreispolizeibehörde Gefahr aufziehen. Dorstens Bürgermeister wurde gewarnt: »Die KPD wollte in der Woche vom 11. bis 17. Dezember alles versuchen, um Unruhen auszulösen: die RGO wolle in den Zechen Betriebsstörungen verursachen.« Die War­nung traf aber erst am 18. Dezember in Dor­sten ein. Offensichtlich hat sich nichts getan. Der Polizeiapparat des Kreises Recklinghau­sen lief dennoch auf Hochtouren, um die lin­ken Verbände und Organisationen, die im Un­tergrund arbeitenden kommunistischen Gottlosen- und den proletarischen Freiden­kerverband (40 Mitglieder; Vorsitzender Paul Enkelmann) sowie das »Komitee für Kirchenaustritte« – aber auch rechtsradikale Organisationen (darunter die NSDAP) zu überwachen. Die Polizeibehörde in Dorsten wurde in einem streng geheimen Schreiben angewiesen, in die kommunistischen Organi­sationen Spitzel einzuschleusen. In einem ebenfalls als geheim deklarierten Schreiben (»keineTgb.-Nr. Geheim!«) forderte der Po­lizeipräsident Recklinghausen die Dorstener Sicherheitsbehörde auf, den »Einheitsver­band für proletarische Sexualreform und Mutterschutz« zu observieren. Dorstens Po­lizeikommissar stellte fest, dass es in der Alt­stadt keine solchen Reformer gebe, in Her­vest dagegen 35 Mitglieder. Das Schreiben an den Polizeipräsidenten vom 20. Dezem­ber 1932 war so geheim gehalten, dass selbst die Signatur fehlt; dafür steht in Klammern: »Unterschrift geheim«.

VVN-Liste der Verfolgten aus Dorsten

Der Kreisverband Recklinghausen der Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes (VVN) hat 2013 eine nach Städten gegliederte Liste der Namen von Bürgern veröffentlicht, die aus politischen oder religiösen Gründen verfolgt waren (ohne Juden). Es sind insgesamt über 500 Namen, darunter 51 aus Dorsten. Die Liste bedarf allerdings Ergänzungen – zumindest was Dorsten betrifft. Auch dürfte es mehr Personen gegeben habe, die zu der genannten Verfolgungsgruppen (vor allem Kommunisten und Zeugen Jehovas) gehörten. Etliche Akten bei den Stadt-, Polizei- und Gefängnisverwaltungen sind bei Kriegsende verschwunden.

Gustav Sobich war als Kommunist inhaftiert; Foto um 1950 in Dorsten-Holsterhausen

Name, Geburtsdatum, Ort der Inhaftierung, Dauer der Haft

Aistleitner, Karl (31. März 1910), Zuchthaus Hameln, 11. April.40 – 11. Aug..41;  Backer, Julius (7. Januar 1903), Herford, Juni 33 – August 34; Badeus, Otto (9. Juni 1900), Esterwegen, 2. Febr. – 24. Dez. 33, Esterwegen, 7. Juni.44 – 27. März. 45; Becker, Heinrich (1. Oktober 1906), Essen, Juni 33 – Feb. 34; Behma, Josef (25. November 1917), Dachau, 23. Juli.39 – 5. Mai.45; Berger, Hans (8. Juli 1903), Brauweiler, März 33 – 20. Jan..34; Bertel, Wilhelm (13. Juli 1882), Bochum, Dez. 36 – März 39; Bertel, Adolf (20. Juni 1894), Essen, Nov. 36 – März 39, Gladbeck, Mai – 10. Dez. 37; Bolz, Heinrich (21. Dez. 1904), Papenburg, 26. Jan. 33 – 27. Febr. 37; Busch, Karl (9.Mai 1901), Herne, 4. Mai 42 – 7. Nov. 43; Bungert, Anna (31.Januar 1913), Ravensbrück, 10. Aug. 42 – 20. Apr. 44; Dresler, Fritz (9. Jan.1905), Herford, 20. März 33 – 27. Juni 34; Esser, Rudolf (9. August 1913), Zuchthaus Vechta, 28. Okt. 44 – 4. Mai 45; Fabian, Max (29. Dezember 1905), Papenburg, 2. Juni 33 – Febr. 34; Gaedtcke, Adolf (15. Febr. 1899) Untersuchungshaft Hamm, Mai – Sept. 33; Garka, Alfred (1. Okt..1885);  Buchenwald, 18. Dez. 36 – 19. April 39; Hano, Ernst (10. März 1886), Bochum, 29. Sept. 40 – 30. Sept. 41; Hirth, Frieda (?), Ww. Hausfrau, Ehemann im KZ Buchenwald verstorben; Jacobi (?), Adolf, Dorsten, 1. März 33 – Juni 33; Kämmerer, Karl (24. Jan. 1886) Münster, 24. Nov. 31 – Juni 33; Kascheck, Viktor (21. Nov.1893), Arbeitslager Jena, 10. Nov. 44 – 11. April 45; Kimhort, Albert (12. Nov. 1886) Brauweiler, Febr. 33 – April 34; Klang, Emil (11. Juni 1894), Buchenwald und Dachau, 24. Nov. 41 – 4. Jan. 43; Kramm, Artur (4. Mai.1895), Festung Togau ,15. Dez. 36 – 18. Dez. 37, am 17. Sept. 43 in Berlin zum Tode verurteilt und in Halle enthauptet; Kreutz, Josef (20. März 1890), emigriert ; Kriol, Ernst (25. Sept. 1900), Brauweiler, 12. Juni.33 – 26. April 34; Kuprella,  Fritz (28. April.1902), Bochum, 1. Nov. 33 – 17. Febr. 34, 17. Aug. 34 – 7. Febr. 36; Liebrecht, Helmut (26. Juli 1917), Festung Togau,  Febr. 40 – Sept. 41; Mättchen, Josef. (13. Dez. 1889), Zuchthaus Herford, März 36 – 2. Mai 38; Möhring, Fritz (29. Jan. 1907), Hagen, 27. Juli.33 – 5. März.34; Nadrowski, Otto (17. Nov. 1902), Coesfeld, 6. Juni 36 – 22. Febr. 37; Neumann, Wilhelm (7. Juni.1901), Bochum und Essen, 18. Dez. 36 – 18. Jan.38; Nuschler, Johann (7.Sept. 1902), Brauweiler und Papenburg, 11. Juni – 23. Dez. 33; Ossa, Gustav (3. April  1895), Börgermoor und Papenburg, 8. März 33 – 27. Jan. 34; Pauli, Walter (8. Juni 1885), Brauweiler und Papenburg, Juni – 24. Dez. 33; Pick, Josef (23. Juli 1894), Brauweiler und Papenburg, 28. Febr. – 24. Dez. 33; Possny, Karl (15. Juni 1907), Bielefeld und Berlin, 13. Nov. 44 – 27. April  45; Pyschny, Emil (28. Okt. 1891), Brauweiler, Juni – Okt. 33; Rehm, Fritz (17. Aug. 1901), Sachsenhausen und Dachau, 19. März 40 – 29. Jan. 44; Rigat, Arthur (9. Okt.1897), Brauweiler und Siegburg, März – 23. Dez. 33; Sadowski, Hermann (1. Jan. 1899), Essen, 20. Juli.33 – Sept. 34; Schnabel, Johann (14. Febr. 1921), Essen, Okt. 41 – Aug. 42; Schortemeyer, Ernst (23. Sept. 1902), Dorsten, 2. März – 1. Mai 33; Schröter, Heinrich (19. April 1903), Dorsten, 1. Febr. – 17. Juni 33; Schürmann, Bernhard (23. Aug. 1896), Papenburg, 19. Juli.33 – 19. Juli 35; Singer, Paul (11. Nov. 1905), Dorsten, 20. Juli 33 – 10. Juli 34; Sobich, Gustav (1. Sept. 1899), Beckhausen, 5. Mai 33 – Febr. 34; Spickermann, Theodor (15. Sept. 1899), Sachsenhausen, 5. Aug. 36 – 20. April 39; Thewes, Wilhelm (24. Dez. 1896), Brauweiler, 7. Juni 33 – 23. Jan. 34; Vogel, Käthe (20. Febr. 1908), Essen, 17. Sept. 35 – 8. Jan. 36.

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2 Kommentare zu Mit Schalmeien-Klängen und Steinwürfen gegen Arbeitslosigkeit. Holsterhausen und Hervest-Dorsten waren Hochburgen der Kommunisten

  1. Hüttermann sagt:

    Habe auf der Auflistung der verhafteten Komunisten den Namen:“Franz Spitzer“,Beruf: Bergmann, seinerzeit wohnhaft in Hervest-Dorsten (Wilhelmstraße/Straße der SA), heute an der Landwehr 43. Diese Angaben kommen von meinem Vater der den Franz Spitzer als Arbeitskollegen (Kumpel) und auch als Nachbar sehr schätzte. Mir ist auch bekannt, dass der Franz Spitzer in den ersten Wochen nach dem Krieg als Hilfspolizist gearbeitet hat. Bin selbst 78 Jahre alt und an Zeitgeschichte vor allen in Dorsten sehr interessiert.
    Zuzüglich mit einem sehr guten Gedächtnis versehen.

  2. Christian Meier sagt:

    Interessante Informationen über die Geschichte der kommunistischen Arbeiterbewegung in der Region, die bis heute tot geschwiegen wird. Dass die KPD einen Umsturz geplant hat und zur „Unruhe“ anstiften wollte, ist aber bürgerliche Propaganda, die nur dazu diente, die Partei mit Gewalt zu zerstören.

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