Archiv der Kategorie: Erste Nachkriegsjahre

Sondergerichte: Durch nachdrückliche Ausübung der Strafgewalt sollten „unruhige Geister“ gewarnt oder beseitigt werden. Ein besonders brutales Instrument der NS-Herrschaft

Von Wolf Stegemann  „In den Sondergerichten haben oft Männer gesessen, die unvorstellbares Leid verhindert haben. Der deutsche Richter in seiner Gesamtheit ist im Dritten Reich intakt geblieben, er hat nicht vor Hitler kapituliert.“ Artur Sträter (CDU), NRW-Justizminister, im Juni 1947; … Weiterlesen

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Denunziantenwesen im NS-Staat und danach. In Dorsten sind rund 650 Hinweise auf anonyme oder offene Anzeigen gegen Nachbarn und andere bekannt

Von Wolf Stegemann Unter Denunziation (lat. denuntiare, „absprechend berichten, Anzeige/Meldung machen“; denuntiatio, „Ankündigung, Androhung“) versteht man die – häufig anonyme – öffentliche Beschuldigung oder Anzeige einer Person oder Gruppe aus nicht selten niedrigen persönlichen oder oft politischen Beweggründen, von deren … Weiterlesen

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1946 erschien erstmals das „Jüdische Gemeindeblatt“, aus dem die heutige „Jüdische Allgemeine“ entstand

Von Michael Brenner Die ersten jüdischen Zeitungen im Nachkriegsdeutschland erschienen bald nach der Befreiung. Sie waren auf Jiddisch geschrieben und trugen Namen wie Bafrayung, Untervegs oder Unzer Hofenung. Neben der etwa Viertelmillion Displaced Persons (DPs), denen diese Zeitungen als Kommunikationsmittel … Weiterlesen

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Lügen der Propaganda-Kompanie. Kriegsberichter und -maler verherrlichten das Sterben. Ruhr Nachrichten-Verleger Lambert Lensing und der Dorstener Alfons van Bevern waren dabei

Von Wolf Stegemann Die Propaganda hatte im Dritten Reich einen sehr hohen Stellenwert. Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Josef Goebbels zog alle Register und holte sich in sein Ministerium das beste Personal, das ohne Skrupel lügen konnte. Denn auch … Weiterlesen

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Wilhelm Daniels desertierte 1945 in Wuppertal und lief über Dorsten, durch den Weseler Wald und Marienthal nach Hause

W. St. – Damals war das heute großzügige und in den letzten Jahrzehnten an der Borkener Straße in Dingden-Berg liegende neu gestaltete Anwesen noch ein Bauernhof mit Anbau, Kühen, Schweinen, Hühnern, Schnapsbrennerei, vielen Knechten und Mägden. Und es war Krieg. … Weiterlesen

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